Nixi AI

Fallstudie · Gynäkologie und Geburtshilfe · Wiesbaden

Mehr Zeit zum Zuhören: Nixi AI bei MEDUNA

Wie MEDUNA, eine gynäkologische Praxis in Wiesbaden, ihre Sprechstunden mit Nixi AI neben dem Praxissystem dokumentiert, in den Worten von Christina Moisidis-Tesch, M.D. (USA).

Porträt von Christina Moisidis-Tesch

Christina Moisidis-Tesch, M.D. (USA)

Gynäkologin und Geburtshelferin, MEDUNA Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe

Wie haben Sie vor Nixi AI dokumentiert, und was war am anstrengendsten?

Aufmerksamkeit in drei Richtungen

„Wie die meisten Ärztinnen und Ärzte habe ich Gespräche direkt in unserem Praxisverwaltungssystem dokumentiert: während der Konsultation getippt oder die Notizen danach diktiert.“

„Am anstrengendsten war nicht unbedingt die Dokumentation selbst, sondern die ständig geteilte Aufmerksamkeit zwischen der Patientin, dem Bildschirm und dem eigenen klinischen Denken. In der Gynäkologie geht es oft um sehr persönliche Anliegen, komplexe Beschwerden und individuelle Therapieentscheidungen, bei denen neben medizinischen Aspekten auch die Lebensumstände, Wünsche und Ziele der Patientin eine wichtige Rolle spielen. Da ist es besonders wichtig, aufmerksam zuzuhören und den Blickkontakt zu halten.“

Haben Sie andere Lösungen ausprobiert, zum Beispiel die KI-Funktion Ihrer Praxissoftware?

tomedo und Nixi AI nebeneinander

„Wir arbeiten mit tomedo, einem Praxisverwaltungssystem, das wir sehr schätzen. Mit der Spracherkennung können wir klinische Notizen diktieren, die dann in die Patientenakte übertragen werden. Das erleichtert die Dokumentation schon deutlich.“

„Nixi AI geht einen großen Schritt weiter. Statt nur zu transkribieren, was die Ärztin diktiert, erfasst Nixi AI das gesamte Arzt-Patienten-Gespräch und hält die klinisch relevanten Informationen fest: Beschwerden, Anamnese, Untersuchungsbefunde und den besprochenen diagnostischen und therapeutischen Plan.“

„Für uns ergänzen sich tomedo und Nixi AI: tomedo ist die hervorragende Infrastruktur für unsere Praxis, Nixi AI bringt eine weitere Ebene in das Gespräch mit der Patientin.“

  1. Schritt 1GesprächNixi AI zeichnet das Gespräch auf, während die Ärztin mit der Patientin spricht.
  2. Schritt 2EntwurfNixi AI strukturiert Anamnese, Befunde und den besprochenen Plan zu einer Notiz.
  3. Schritt 3PrüfungDie Ärztin prüft, korrigiert und gibt jede Notiz frei.
  4. Schritt 4In tomedoDie freigegebene Notiz wird mit einem Klick in die Patientenakte kopiert.

Schematische Darstellung des oben beschriebenen Ablaufs.

„Das eigentliche Versprechen medizinischer KI ist nicht, Ärzte zu ersetzen, sondern uns mehr Zeit zu geben, wirklich Ärztin oder Arzt zu sein.“

Christina Moisidis-Tesch, M.D. (USA), MEDUNA Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe

Was hat sich seitdem verändert, im Alltag und im Gespräch mit Ihren Patientinnen?

Zuhören statt mitschreiben

„Der größte Gewinn ist, dass ich mich ganz auf die Patientin konzentrieren kann, statt während des Gesprächs jedes Detail festzuhalten. Ich muss danach keine Zusammenfassung mehr diktieren und nicht ständig daran denken, was noch dokumentiert werden muss. So kann ich zuhören, nachfragen und wirklich auf die Patientin eingehen.“

„Ich schätze auch die strukturierte klinische Zusammenfassung: Nixi AI strukturiert die Anamnese, die Befunde und den besprochenen Plan und bereitet Überweisungen und Patienteninformationen vor.“

Was fehlt Ihnen noch?

Raum zum Wachsen, mitgestaltet von Ärzten

„Nixi AI erstellt Patienteninformationen, Überweisungsbriefe und bestimmte postoperative Hinweise und wird damit im Praxisalltag immer nützlicher. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotenzial, vor allem bei der nahtlosen Verbindung mit unserer Praxissoftware, bei fachspezifischer Dokumentation und bei weiteren klinischen Abläufen.“

„Besonders ermutigend finde ich die Haltung des Teams von Nixi AI. Es interessiert sich ehrlich für die Rückmeldungen aus der Praxis. Statt ein fertiges Produkt anzubieten und zu erwarten, dass wir unsere Abläufe anpassen, lädt es uns ein, die Technik an der Wirklichkeit der Praxis auszurichten. Ärztinnen und Ärzte sollten selbst mitbestimmen, welche Probleme KI als Nächstes löst.“

Was würden Sie Kolleginnen und Kollegen sagen, die über KI-Dokumentation nachdenken?

Ausprobieren, neugierig bleiben, kritisch prüfen

„Mein Rat ist einfach: Probieren Sie es aus, bleiben Sie neugierig und bringen Sie sich in die Weiterentwicklung ein. KI-Dokumentation kann heute schon viel mehr als reine Spracherkennung. Sie hilft, komplexe Gespräche zu strukturieren und Arztbriefe vorzubereiten.“

„Natürlich ist KI nicht perfekt, und ihre Ergebnisse müssen immer kritisch geprüft werden. Die klinische Verantwortung bleibt bei der Ärztin oder dem Arzt.“

„Am Ende sollte es nicht nur darum gehen, Zeit bei der Dokumentation zu sparen, sondern diese Zeit für das zu nutzen, was am meisten zählt: unseren Patientinnen aufmerksam zuzuhören, ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen und gemeinsam die bestmöglichen Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.“

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