Rheumatologische Praxis am Rosengarten
Dr. med. Clara Beispiel
Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie
Rosengartenweg 4 12345 Musterstadt
Tel. 0123 45678-0 Fax 0123 45678-9 praxis@rosengarten.example
Rheumatologische Praxis am Rosengarten · Rosengartenweg 4 · 12345 Musterstadt
FrauDr. med. Anna MusterFachärztin für AllgemeinmedizinLindenstraße 812345 MusterstadtMusterstadt, 21. September 2026
Arztbrief: Rheumatologische Verlaufskontrolle
Patientin: Frau Petra Bergmann, geb. 14.05.1984
Sehr geehrte Frau Dr. Muster,
wir berichten über die rheumatologische Verlaufskontrolle Ihrer Patientin in unserer Praxis.
Diagnosen
- Sonstige seropositive chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet (M05.89)
- Reine Hypercholesterinämie (E78.0)
- Notwendigkeit der Impfung gegen sonstige näher bezeichnete einzelne Viruskrankheiten (Herpes zoster / Shingrix) (Z25.8)
In der Zwischenzeit
- Seit der letzten Vorstellung: Upadacitinib (Rinvoq) auf 30 mg erhöht, da 15 mg unzureichend wirkte.
- Im Dezember Infekt (aus Kindertagesstätte), Hausarzt empfahl Upadacitinib-Pause.
- Methotrexat abgesetzt wegen starker Übelkeit während Infekt.
- Upadacitinib 2–3 Wochen pausiert.
- Methotrexat 4–5 Wochen pausiert aufgrund gastrointestinaler Beschwerden.
- Pantoprazol 40 mg und Zinkpräparat (50 mg) vom Hausarzt verordnet.
- Wiederaufnahme Methotrexat Anfang Januar mit 15 mg s.c.
- Wiederaufnahme Upadacitinib Anfang/Mitte Januar.
- Cholesterinwerte beim Hausarzt als erhöht festgestellt (LDL 186 mg/dl).
- Folsäure bisher 5 mg eingenommen.
Aktuelle Beschwerden
- Seit der Therapiepause Verschlechterung der Hände mit morgendlicher Steifigkeit von 40 bis 50 Minuten.
- Schmerzen und Schwellung im rechten MCP 2 und 3 sowie im linken PIP 3 bestehen seit drei Wochen.
- Greifbewegungen, insbesondere das Halten einer Tasse, sind schmerzhaft und erschwert.
Zusammenfassung
Seit der letzten Vorstellung erfolgte eine Dosiserhöhung von Upadacitinib, gefolgt von einer mehrwöchigen Therapiepause beider Basistherapeutika aufgrund eines Infekts und gastrointestinaler Nebenwirkungen. Nach Wiederaufnahme der Therapie persistieren klinisch eine morgendliche Steifigkeit der Hände, Schmerzen und Schwellungen in drei Fingergelenken sowie funktionelle Einschränkungen. Sonographisch zeigen sich ein deutlicher Erguss und Synovialverdickung mit Doppler Grad 2 im rechten MCP 2, ein kleiner Erguss ohne Doppler im rechten MCP 3 sowie eine mäßige Synovialitis mit Doppler 1 im linken PIP 3; Handgelenke, Ellenbogen, Knie und Füße sind unauffällig. Laborchemisch besteht ein Anstieg des CRP auf 18 mg/l (vorher 4 mg/l), Rheumafaktor 89 IU/ml, Anti-CCP 240 U/ml, GPT 42 U/l (vorher 28), GOT 31 U/l, Leukozyten 6,3/nl, Thrombozyten normal, Kreatinin 0,9 mg/dl, Cholesterin erhöht (LDL 186 mg/dl, HDL 52 mg/dl, Triglyzeride 150 mg/dl). Die Krankheitsaktivität ist als aktiv einzustufen.
Therapieentscheidung
Eine kurzfristige Prednisolon-Therapie wurde empfohlen (20 mg für 5 Tage, dann 10 mg, dann 5 mg), jedoch wegen Nebenwirkungen von der Patientin abgelehnt; stattdessen Kompromiss mit 10 mg für eine Woche, dann 5 mg für zwei Wochen. Eine Steigerung von Methotrexat wird aufgrund erhöhter GPT nicht vorgenommen, Folsäure wird auf 10 mg erhöht. Rezepte für Methotrexat, Folsäure und Vitamin D wurden ausgestellt. Vitamin D soll weiterhin mit 1000 IE täglich oder 20000 IE wöchentlich eingenommen werden. Die nächste Kontrolle ist in sechs Wochen vorgesehen.
Sonstige von der Visite
Im Rahmen der Visite erfolgte heute die Pneumokokken-Impfung (Prevenar 20). Shingrix-Impfung gegen Herpes zoster beim Hausarzt geplant.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Dr. med. Clara Beispiel
Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie