Zielgruppe: Alle Pflege- und Gesundheitseinrichtungen
Im Februar 2026 veröffentlichte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die "Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie". Jenseits der reinen Infrastruktur (TI) ruft die Strategie eine neue Ära der "nutzenorientierten Technologien" aus.
Die wichtigste Erkenntnis für medizinische Praxen ist ein spezifisches, quantifizierbares Ziel:
"Die KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen diese 2028 aktiv nutzen."
Die Ära der manuellen Dateneingabe endet offiziell. Die Strategie formuliert explizit: "KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und Pflegeversorgung werden".
Dies ist kein bloßer Vorschlag, sondern ein strategisches Ziel, verankert in den Handlungsfeldern "Daten" und "Technologien". Ziel ist die Abkehr von isolierten Datensilos und unstrukturierten Notizen hin zu strukturierten, qualitativ hochwertigen Daten, die Versorgungsqualität und Forschung verbessern.
Das Ministerium identifiziert mehrere Schlüsselfaktoren für diesen offensiven Vorstoß in Richtung KI:
Ein häufiges Hemmnis für Praxen war bisher die rechtliche Unsicherheit. Die Strategie 2026 adressiert dies mit Sofortmaßnahmen:
Der Vorstoß zur KI-Dokumentation ist untrennbar mit der ePA verknüpft. Die Strategie visiert an, dass sich bis 2030 mehr als 20 Millionen Versicherte für die aktive Nutzung der ePA entscheiden.
Die Veröffentlichung der Strategie 2026 signalisiert, dass KI-Dokumentation vom "Early Adopter"-Vorteil zur regulatorischen Erwartung wird. Mit dem klaren Ziel, dass 70 % der Einrichtungen bis 2028 KI-Dokumentation nutzen müssen, riskieren Praxen, die am manuellen Tippen festhalten, den Anschluss an die "Digitale Reife" – eine Kennzahl, die laut Ministerium um 35 % steigen soll.
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Empfehlung: Medizinische Praxen sollten jetzt mit der Implementierung von KI-Scribing-Lösungen beginnen, um sich an den "Digital by Default"-Kurs des deutschen Gesundheitswesens anzupassen.