# BMG Digitalisierungsstrategie 2026: 70% KI-Nutzung bis 2028

BMG-Strategie 2026: KI-gestützte Dokumentation wird bis 2028 Standard in über 70 % aller Gesundheitseinrichtungen. Was Ärzte jetzt wissen müssen.

- Author: Nixi AI Policy Team, Nixi AI (Regulatorische Analyse)
- Published: 2026-02-17
- Updated: 2026-02-17
- Read online: https://www.nixiai.ai/de/insights/bmg-digitalisierungsstrategie-2026-ki-dokumentationspflicht

**WHITE PAPER — Der Standard 2028**

Warum KI-Dokumentation im deutschen Gesundheitswesen keine Option mehr ist,
sondern Pflicht.

- Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
- Publikation: *Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie*
- Datum: Februar 2026
- Kernziel: 70% KI-Nutzung bis 2028
- Zielgruppe: alle Pflege- und Gesundheitseinrichtungen

## Executive Summary

Im Februar 2026 veröffentlichte das **Bundesministerium für Gesundheit
(BMG)** die *Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie* — einen
verbindlichen Fahrplan für die nächsten vier Jahre. Jenseits der reinen
Infrastruktur (Telematikinfrastruktur, TI) ruft die Strategie eine neue Ära
der **„nutzenorientierten Technologien"** aus.

> **Das Ziel für 2028:** *„Die KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und
>   Pflegeversorgung werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen
>   diese 2028 aktiv nutzen."*

Die wichtigste Erkenntnis für medizinische Praxen ist ein spezifisches,
quantifizierbares Ziel. Einrichtungen, die an der manuellen Dateneingabe
festhalten, riskieren den Anschluss an die **„Digitale Reife"** — eine
Kennzahl, für die das Ministerium ab sofort eine Steigerung um mehr als
35% erwartet.

**Strategie 2026 — die Kernzahlen**

| Kennzahl | Zielwert |
| --- | --- |
| KI-Dokumentations-Adaption (Einrichtungen) | 70% bis 2028 |
| Steigerung Digitale Reife (Kliniken) | +35% |
| ePA aktive Nutzer | 20+ Mio. bis 2030 |
| Veröffentlichung Strategie | Feb 2026 |

*Quelle: BMG, Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie (Feb 2026).*

## 1. Das Kern-Mandat: 70% Adaption bis 2028

Die Ära der manuellen Dateneingabe endet offiziell. Die Strategie formuliert
explizit:

> *„KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und
> Pflegeversorgung werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen
> diese 2028 aktiv nutzen."*

Dies ist kein bloßer Vorschlag, sondern ein strategisches Ziel, verankert
in den Handlungsfeldern „Daten" (Handlungsfeld 2) und „Technologien"
(Handlungsfeld 3). Ziel ist die Abkehr von isolierten Datensilos und
unstrukturierten Notizen hin zu **strukturierten, qualitativ hochwertigen
Daten**, die Versorgungsqualität und Forschung verbessern.

## 2. Warum der Wandel? Die strategischen Treiber

Das Ministerium identifiziert mehrere Schlüsselfaktoren für diesen
offensiven Vorstoß in Richtung KI:

- **Entlastung von Administration.** Die Strategie betont, dass KI
  administrative Tätigkeiten und Dokumentation automatisieren kann, um
  Zeit für die direkte Versorgung freizumachen.
- **Strukturierung des Unstrukturierten.** Eine Hürde des aktuellen Systems
  sind unstrukturierte Daten. KI-Anwendungen sollen spezifisch dabei
  unterstützen, unstrukturierte Daten (z. B. das gesprochene
  Arzt-Patienten-Gespräch) in strukturierte Formate zu überführen.
- **Interoperabilität.** Um Daten für die elektronische Patientenakte
  (ePA) und das Forschungsdatenzentrum (FDZ) nutzbar zu machen, müssen
  sie interoperabel sein. KI fungiert als Brücke, um klinischen Input in
  diese Standards zu konvertieren.

## 3. Rechtssicherheit und „Blueprints"

Ein häufiges Hemmnis für Praxen war bisher die rechtliche Unsicherheit. Die
Strategie 2026 adressiert dies mit Sofortmaßnahmen:

- **Rechtliche Klarheit.** Leistungserbringer erhalten Sicherheit darüber,
  welche KI-Anwendungen sie zu welchen Zwecken nutzen dürfen.
- **Konformitäts-Blueprints.** Bis Ende 2028 werden Blueprints (Vorlagen)
  zur Erstellung von Konformitätsbewertungsunterlagen für KI-Anwendungen
  bereitgestellt.
- **KI-Reallabore.** Das Ministerium etabliert Testumgebungen zur
  regulatorischen Beratung bei Entwicklung und Nutzung von KI, um
  Datenschutzkonformität zu gewährleisten.

## 4. Die Rolle der ePA (elektronische Patientenakte)

Der Vorstoß zur KI-Dokumentation ist untrennbar mit der ePA verknüpft. Die
Strategie visiert an, dass bis 2030 **mehr als 20 Millionen Versicherte**
die ePA aktiv nutzen.

- **Standardisierung.** Es werden klinische Datenprofile (z. B. für
  Diabetes oder Herzinsuffizienz) entwickelt, damit KI auf Basis
  strukturierter Datenpunkte Versorgungshinweise generieren kann.
- **Datenfluss.** Die Vision ist ein Datenfluss vom „Point of Care"
  (Stimme der Ärztin / KI) in die ePA und anschließend in
  Forschungsdatenbanken (FDZ).

## Fazit — Handlungsbedarf

Die Veröffentlichung der Strategie 2026 signalisiert, dass KI-Dokumentation
vom „Early Adopter"-Vorteil zur **regulatorischen Erwartung** wird. Mit dem
klaren Ziel, dass 70% der Einrichtungen bis 2028 KI-Dokumentation aktiv
nutzen müssen, riskieren Praxen, die am manuellen Tippen festhalten, den
Anschluss an die „Digitale Reife" — eine Kennzahl, die laut Ministerium
um 35% steigen soll.

> **Empfehlung.** Medizinische Praxen sollten jetzt mit der Implementierung
>   von KI-Scribing-Lösungen beginnen, um sich am „Digital by Default"-Kurs
>   des deutschen Gesundheitswesens auszurichten.
